Cologne Indians vs Marburg Saints
07.05.2009
Minimalziel erreicht !
Es ist Samstag der 2.5.2009, 6:30 morgens. Eigentlich eine super Zeit um biertriefend, mit Augen auf Halbmast und einer schön gesoffenen Schabracke vom Venus Keller nach Hause zu stürzen. Zufälligerweise nähere ich mich diesmal der Uni Mensa, unserem Treffpunkt, von der anderen Seite. Sämtliche Augen der bereits anwesenden Indians funkeln mich, wenn auch teilweise noch verschlafen, erwartungsvoll und heiß aufs Spiel an. Unser Gegner, die Marburg Saints dachten wohl sie könnten uns mit einer frühen Face-Off Zeit von 10:00 morgens aus dem Konzept bringen. Doch sie hatten die Rechnung ohne den Tag der Arbeit gemacht. Den nach einem langen bis sehr langen Tanz in den Mai, und ein paar Bierchen am Tage darauf war ein Gros der Mannschaft Freitag Abend sehr früh bettreif gewesen.
Die frühe Face-Off Zeit und die Tatsache das man im Falle einer Niederlage drohte auf Tabellenplatz 5 abzurutschen sind uns Motivation genug. So spielen wir unser wahrscheinlich bestes erstes Quarter der Saison. Die Saints verteidigen sehr eng am Mann, auch wenn dieser noch weit außerhalb steht. Dies öffnet uns die Räume. So können wir uns durch starke Dodges und präzises Passspiel etliche Torchancen erarbeiten. Nach gefälligen Kombinationen, fantastischen Zuspielen und sehr schönen Toren von J.Berk, F. Mrogenda und N.Ganss steht es nach dem 1.Quarter ,3:0 für die Indians. Leider scheint uns dies (fast) genug Strafe für diese unchristliche Zeit zu sein.
Mit beginnendem 2. Quarter lässt unsere Konzentration merklich nach. Die offensive Deckung der Saints beginnt uns erhebliches Kopfzerbrechen zu bereiten. Unsere eingespielten Kombinationen lassen sich so nur schwer bis gar nicht zu Ende spielen. Eigentlich sollte sich jeder halbwegs erfahrene Lacrosse Spieler über eine so fahrlässig aufgestellte Deckung freuen. Zudem sprechen 4 Ballverluste durch Wechselfehler in nur einem Quarter eine deutliche Sprache. Lediglich Nik „the tank“ Ganß kann zum 4:0 einnicken.
Die folgende Halbzeitansprache ist mir wie immer zu lang. Mein Kurzzeitgedächtnis ist ohnehin nicht das Beste. Immerhin beginnen wir wieder damit bei den Groundballs erst die Gegner umzuräumen und dann den Ball aufzuheben. Durch 2 Man-Up Phasen erspielen wir uns etliche Torchancen, auch wenn diverse Mannschaftsmitglieder es verweigern den Ball hinters Tor zu passen um den allseits gefürchteten „Tschechen“ einzuleiten. Durch seine enorme Spielfreude erinnert mich J.Trapp mehr und mehr an seinen 2 jährigen Sohn Aaron oder an Paul den Hund. Folgerichtig hat der große Laxgeist ein Einsehen und lenkt Joe's Schuss, nach einer reifen Einzelleistung zielsicher ins Tor. Wenn da mal nicht der neue Head geholfen hat.
Anstatt das Spiel ruhig und sicher zu Ende zu spielen, und tatsächlich mal zu 0 zu gewinnen, beginnen wir damit nachlässig zu werden. Nach dem 6-0 durch J.Berk erzielen die Saints tatsächlich noch 2 verdiente Tore und gewinnen somit Quarter 4 mit 2-1. Wiederum vereitelt die offensive Defence von Marburg etliche unserer Spielzüge bereits im Ansatz.
Letzten Endes gewinnen wir die Partie mit 6-2. Es hätte weitaus höher sein können. Immerhin bleibt mir die Vorfreude auf kommenden Samstag wenn ich nach unserer Lacrosse Party RUIN YOUR WEEKEND!!!2 (im Päff) um 6:30 morgens anstatt nach Marburg zu fahren biertriefend, mit Augen auf Halbmast und einer schön gesoffenen Schabracke vom Venus Keller nach Hause stürzen werde.
Für die Zukunft sollten wir folgendes beachten:
die Rookies sollten das Auswechseln lernen
Jan Berk sollte seine rechte Hand entdecken
Spielzüge sollten in Fleisch und Blut übergehen und eine offensive Deckung muss uns höchstens ein müdes Lächeln abringen
das nächste Heimspiel gegen Marburg um 8:00 morgens ansetzen
Ich sollte die Rechtschreib- und Komaregeln lernen
Marburg 0 0 0 2 2
Köln 3 1 1 1 6
Tore: J.Berk(2), N.Ganss (2), F.Mrogenda, J.Trapp
Assists: N.Ganss, J.Trapp, K.Buchheit
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