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Lacrosse - ein Sport mit Tradition

Die Indianer spielten Lacrosse

Lacrosse ist die älteste noch bekannte Mannschaftssportart. Seit vielen Jahrhunderten spielen die Indianer Nordamerikas dieses Spiel in verschiedenen Varianten zu allen erdenklichen Anlässen: als Kriegsvorbereitung, zu Ehren verdienter Krieger, wenn jemand krank war oder man den Wettergott um gutes Wetter bitten wollte: Immer griffen die Ureinwohner Nordamerikas zum Schläger.


Stamm der Irokesen: 4.Platz WM 1998

Die erste urkundliche Erwähnung von Lacrosse datiert von 1638. Der französische Jesuitenpater Jean de Brébeuf sieht in Ontario Huronindianer beim Spiel, und erwähnt es in einem Schreiben an seine Vorgesetzten bereits unter seinem heutigen Namen. Ihn erinnerte die Form des Schlägers an einen Bischofsstab ("la crosse"). Die erste genauere Beschreibung des Spiels liefert ebenfalls ein Jesuit, Pierre de Charlevoix, der das Spiel bei den Algonquinindianern sah, allerdings erst fast ein Jahrhundert später (1721). Nach unbestätigten Quellen soll es bereits 1740 zu einem Spiel zwischen Indianern und französischen Pionieren gekommen sein. Aber erst Hundert Jahre später konnten sich die weißen Siedler in Nordamerika endgültig für den Sport begeistern. Zwischen 1790 und 1825 hatte es einige bedeutende Veränderungen gegeben. Der kriegerische Aspekt war in den Hintergrund gerückt, der sportliche stand jetzt im Vordergrund. Das Spielfeld wurde immer weiter begrenzt, die Anzahl der Spieler limitiert. 1825 spielte man mit sieben Spielern auf einem 50 Yards langen Feld. 1834 wurde ein von Weißen arrangiertes Demonstrationsspiel in Montreal ausgetragen, das ein großes Presseecho fand und auch die Siedler dazu brachte sich mit Lacrosse zu beschäftigen. 1851 gewann erstmals eine aus weißen Spielern bestehende Mannschaft gegen ein indianisches Team. 1856 wurde in Kanada der weltweit erste Lacrosseclub gegründet, der "Montreal Lacrosse Club". Der Durchbruch kam 1867: zu Beginn des Gründungsjahrs Kanadas gab es in Kanada sechs Lacrosseclubs, am Ende des Jahres waren es achtzig. Im selben Jahr wurden auch die "Canadian National Lacrosse Association" gegründet, und zum ersten Mal genaue Regeln schriftlich festgehalten. Ebenfalls 1867 wurde der erste Lacrosseclub in den USA gegründet. Im selben Jahr reiste ein indianisches Team nach Europa um Lacrosse auch hier zu verbreiten. In England entstanden daraufhin ebenfalls Clubs, 1868 wurde die "English Lacrosse Association" gegründet. 1874 gelangte Lacrosse nach Australien, 1878 nach Neuseeland. 1879 wurde ein Dachverband in den USA gegründet. In den USA entwickelte Lacrosse sich schnell zu einem Collegesport. Harvard gewann den ersten Titel, aber auch andere berühmte Universitäten, wie John Hopkins und Princeton entwickelten sich zu Zentren dieses Sports. 1904 und 1908 war Lacrosse olympische Disziplin, 1928, 1948 und 1996 war Lacrosse im olympischen Vorführprogramm. 1913 versuchten englische Lacrossespieler ihren Sport in Schweden zu etablieren, was aber erst Ende der achtziger Jahre gelang. In den Achtziger Jahren kam Lacrosse auch nach Japan, innerhalb von acht Jahren begannen 10000 Japaner Lacrosse zu spielen. Erst 1988 bemerkte man, daß Lacrosse schon in den siebziger Jahren in der (damaligen) Tschechoslowakei Fuß fassen konnte und sich dort hervorragend entwickelt hat. Nach Deutschland schwappte die Welle 1993. Von ehemaligen Austauschschülern, die Lacrosse in den USA kennen und lieben gelernt hatten wird in Berlin der erste deutsche Lacrosseverein gegründet. 1994 bildet sich in München eine Mannschaft, wird in Berlin das erste Turnier in Deutschland ausgetragen, der deutsche Lacrosseverband gegründet, die Nationalmannschaft nimmt an der Weltmeisterschaft in Manchester teil, und München wird erster Deutscher Meister. 1995 werden Vereine in Kiel, Düsseldorf und Bonn gegründet, die erste Europameisterschaft wird in Prag ausgetragen. München gelingt die Titelverteidigung der Deutschen Meisterschaft. 1996 richtet der Deutsche Lacrosseverband in Neuss die zweite Europameisterschaft der Herren und die erste Europameisterschaft der Damen aus. Auch 1996 kann die Münchener Mannschaft ihren Titel verteidigen. Die Europameisterschaft 1997 findet in Stockholm statt, die Weltmeisterschaft 1998 in Baltimore/USA. Fortsetzung wird folgen...